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KI-Crawler 2026: Welche in robots.txt erlauben oder blockieren?

16. Februar 2026Autor: Gorden
KI-Crawler 2026: Welche in robots.txt erlauben oder blockieren?

Key Insights: KI-Crawler 2026: Welche in robots.txt erlauben...

  • 1Das Wesen der KI-Crawler: Mehr als nur Indexierung
  • 2Vergleich der wichtigsten KI-Crawler 2026
  • 3Eine strategische Entscheidungsmatrix für Ihre robots.txt
  • 4Technische Implementierung und Best Practices

KI-Crawler 2026: Welche in robots.txt erlauben oder blockieren?

Ihr wertvoller Content wird gerade von dutzenden digitalen Agenten durchforstet – doch nicht alle haben Ihr Ranking im Sinn. Während klassische Suchmaschinen-Crawler Ihre Sichtbarkeit steigern, sammeln KI-Crawler wie GPTBot oder Google-Extended Daten für das Training großer Sprachmodelle. Die Entscheidung, welchen Zugang Sie gewähren, beeinflusst nicht nur Ihren Traffic, sondern auch die Zukunft Ihrer Inhalte in der KI-Ära. Dieser Vergleich gibt Ihnen die Kontrolle zurück.

Die robots.txt-Datei, ein einfaches Textfile im Stammverzeichnis Ihrer Website, entwickelt sich 2026 vom Nischenwerkzeug zum strategischen Steuerungsinstrument. Sie entscheidet, ob Ihre Analysen, Ihr Fachwissen und Ihr einzigartiger German Content zur kostenlosen Trainingsgrundlage für kommerzielle KI-Produkte werden oder ob Sie diese Ressource bewusst für eigene Zwecke und vertrauenswürdige Partner reservieren. Das Verständnis der verschiedenen Akteure ist der erste Schritt zur Souveränität.

Dieser Artikel führt Sie durch das komplexe Feld der KI-Crawler im Jahr 2026. Wir vergleichen die wichtigsten Agenten, wie Google-Extended, GPTBot von OpenAI, CCBot von Common Crawl und andere, anhand klarer Kriterien wie Transparenz, Nutzungszweck und SEO-Auswirkung. Mit Pro- und Contra-Argumenten, praktischen Tabellen und konkreten Code-Beispielen erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Sie lernen, eine differenzierte Zugriffspolitik umzusetzen, die Ihre Interessen schützt und neue Chancen in der KI-gestützten Suche nutzt.

Das Wesen der KI-Crawler: Mehr als nur Indexierung

Ein KI-Crawler ist ein automatisierter Software-Agent, der systematisch Webseiten durchsucht, um Inhalte für das Training, die Feinabstimmung (Fine-Tuning) oder die Wissensauffrischung (Retrieval) von Large Language Models (LLMs) und anderen KI-Systemen zu sammeln. Im Gegensatz zum klassischen Suchmaschinen-Crawler, dessen primäres Ziel die Indexierung für die organische Suche ist, dient der KI-Crawler der Datenerfassung für KI-Modelle. Diese Modelle nutzen die Daten, um zu lernen, Fragen zu beantworten, Texte zu generieren oder Zusammenhänge zu verstehen.

Die Motivation der Betreiber hinter diesen Crawlern ist vielfältig. Suchmaschinenkonzerne wie Google nutzen ihre Crawler (z.B. Google-Extended), um ihre eigenen KI-Produkte wie die AI Search oder Gemini zu füttern. Unabhängige KI-Forschungsunternehmen wie OpenAI (GPTBot) oder Anthropic benötigen massive, aktuelle Textkorpora, um ihre Modelle wettbewerbsfähig zu halten. Non-Profit-Organisationen wie Common Crawl (CCBot) erstellen offene Datensätze für die allgemeine Forschung. Jede dieser Gruppen verfolgt eigene Interessen, die nicht zwangsläufig mit Ihren Unternehmenszielen übereinstimmen.

Die robots.txt ist kein rechtlicher Vertrag, sondern eine technische Höflichkeitsregel (Robots Exclusion Protocol). Während sich die meisten seriösen Crawler daran halten, bietet sie keinen absoluten Schutz. Für kritische Inhalte sind zusätzliche Maßnahmen wie Login-Pflichten oder noindex-Tags notwendig.

Für Sie als Content-Ersteller oder Website-Betreiber bedeutet dies: Jeder Besuch eines KI-Crawlers ist ein Datentransfer. Ihre Formulierungen, Ihr spezifisches Wissen und Ihre einzigartige language werden potenziell in ein externes KI-Modell eingespeist. Die Frage ist nicht mehr nur „Wer verlinkt auf mich?“, sondern auch „Wer trainiert mit mir?“. Diese Verschiebung erfordert ein neues Mindset im Content-Management.

Der Zweck definiert die Strategie

Bevor Sie eine Zeile in Ihrer robots.txt ändern, müssen Sie Ihren eigenen Zweck klar definieren. Möchten Sie maximale Sichtbarkeit in allen zukünftigen Suchumgebungen, inklusive KI-Antworten? Dann ist eine offene Politik gegenüber bestimmten Crawlern sinnvoll. Besitzen Sie hochwertigen, kostenintensiv erstellten Content, der Ihre Kernkompetenz darstellt? Eine restriktivere Haltung schützt Ihr geistiges Eigentum. Eine Studie des „Journal of Digital Ethics“ (2026) zeigt, dass 67% der Fachverlage eine selektive Blockierungspolitik für KI-Crawler eingeführt haben, um ihre Wissensbasis zu schützen.

Die technische Umsetzung: Ein einfacher Einstieg

Die Steuerung erfolgt über den User-Agent, eine Art digitalen Ausweis des Crawlers. Um allen Crawlern von OpenAI für das GPT-Modell den Zugriff zu verbieten, fügen Sie diese Zeilen in Ihre robots.txt ein:

User-agent: GPTBot
Disallow: /

Um nur bestimmte Verzeichnisse zu schützen, etwa Ihren Premium-Bereich oder interne APIs, können Sie spezifizieren:

User-agent: GPTBot
Disallow: /premium-articles/
Disallow: /internal-api/

Diese granulare Steuerung ist der Schlüssel zu einer ausgewogenen Strategie. Vergessen Sie nicht, die Syntax genau zu prüfen – ein Tippfehler macht die Regel unwirksam.

Vergleich der wichtigsten KI-Crawler 2026

Nicht alle KI-Crawler sind gleich. Ihre Herkunft, Transparenz und die erkennbare Nutzung Ihrer Daten variieren erheblich. Die folgende Tabelle bietet einen direkten Vergleich der prominentesten Akteure, um Ihnen eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

KI-Crawler (User-Agent) Betreiber / Zweck Empfohlene Einstellung (für Content-Marketing) Pro Contra
Google-Extended Google; Training der Bard/Gemini-Modelle & AI Search Erlauben (für Sichtbarkeit) Direkter Weg in Googles KI-Suche; Potenzial für Featured Snippets in AI Answers; Klare Dokumentation. Stärkere Bindung an Google-Ökosystem; Nutzungsbedingungen können sich ändern.
GPTBot OpenAI; Training zukünftiger GPT-Modelle Individuell prüfen / selektiv blockieren Potenzielle Quelle für Traffic von ChatGPT; Hohe Reichweite des Modells. Unklare langfristige Attribution; Inhalte können Konkurrenzprodukte speisen.
CCBot Common Crawl; Erstellung offener Web-Datensätze Oft blockieren Förderung offener Forschung; Nicht-kommerzieller Fokus. Daten werden öffentlich zugänglich; Keine Kontrolle über Weiterverwendung durch Dritte.
FacebookBot (variiert) Meta; Training von LLaMA-Modellen Blockieren (falls nicht auf Social-Visibility angewiesen) Theoretische Sichtbarkeit in Meta-Produkten. Sehr intransparentes Crawling; Daten fließen in geschlossenes Sozial-Media-Ökosystem.
ClaudeBot (Anthropic) Anthropic; Training der Claude-Modelle Prüfen Fokussiert auf „helpful, harmless, honest“-Output; Guter Ruf. Noch geringere Verbreitung als GPT; Begrenzter direkter Traffic-Effekt.
Bingbot (für KI) Microsoft; Training von Copilot & Bing AI Erlauben (analog zu Google) Zugang zum Microsoft-Ökosystem (Windows, Office); Zweite große Suchmaschine. Geringerer Marktanteil als Google; Weniger transparente KI-Roadmap.

Diese Übersicht dient als Ausgangspunkt. Ihre finale Entscheidung sollte von Faktoren wie Ihrer Branche, der Einzigartigkeit Ihres Contents und Ihrer langfristigen KI-Strategie abhängen. Ein Technologie-Blog hat andere Prioritäten als ein Anwaltskanzlei mit exklusiven Rechtskommentaren oder ein E-Commerce-Shop mit Produktbeschreibungen.

Der Fall Google-Extended: Erlauben oder Blockieren?

Google-Extended ist 2026 einer der wichtigsten zu betrachtenden Crawler. Es handelt sich nicht um einen separaten Bot, sondern um ein Kontroll-Token, das Website-Betreiber in ihrer robots.txt verwenden können, um zu steuern, ob ihre Inhalte für die Verbesserung von Googles KI-Modellen genutzt werden dürfen. Die Entscheidung hier ist besonders folgenreich.

Pro Erlauben: Indem Sie Google-Extended erlauben, signalisieren Sie Kooperationsbereitschaft mit der führenden Suchmaschine. Ihr Content hat die Chance, in Googles KI-generierten Antworten (AI Overviews) zitiert und verlinkt zu werden. Dies kann eine neue, wertvolle Traffic-Quelle erschließen. Laut Analysen von Search Engine Land (2026) erhalten Websites, die in AI Overviews erscheinen, durchschnittlich 18% mehr Klicks auf die verlinkte Quelle. Sie bleiben im relevanten Data-Stack für die Zukunft der Suche.

Contra Erlauben / Pro Blockieren: Sie geben Kontrolle ab. Ihr einzigartiger Content, vielleicht das Ergebnis monatelanger Recherche, wird Teil eines Systems, das potenziell umfassende Antworten liefert, ohne dass Nutzer Ihre Seite besuchen müssen („Zero-Click-Search“). Zudem trainieren Sie damit indirekt einen mächtigen Konkurrenten. Für Websites mit hochspezialisiertem, proprietärem Wissen kann Blockieren der Schutz des Geschäftsmodells sein. Die Einstellung erfolgt durch diesen Eintrag: User-agent: Google-Extended
Disallow: /
für Blockade bzw. Allow: / oder das Weglassen der Regel für Erlaubnis.

GPTBot & Co.: Die Crawler der reinen KI-Firmen

OpenAIs GPTBot ist das Paradebeispiel für einen Crawler, der ausschließlich dem KI-Training dient. Die Firma betreibt keine klassische Suchmaschine, in der Sie per Ranking belohnt würden. Der Wert Ihres Contents für sie liegt einzig in seinen Trainingsdaten.

Argumente für Erlaubnis: Ihr Content trägt zur Verbesserung der meistgenutzten KI-Assistenten bei. Wenn Nutzer ChatGPT nach Themen fragen, in denen Sie Experte sind, könnte das Modell – trainiert mit Ihren Inhalten – präzisere Antworten geben und eventuell auf Sie verweisen. Es ist eine Art langfristige „Brand-Building“-Maßnahme im KI-Space.

Argumente für Blockade: Der Nutzen ist abstrakt und schwer messbar. Sie erhalten keine direkten SEO-Vorteile wie bessere Rankings. Stattdessen geben Sie wertvolle Daten an ein gewinnorientiertes Unternehmen ab, das daraus kommerzielle Produkte entwickelt. Für viele stellt sich die grundsätzliche Frage der Fairness und Kompensation. Die Blockade ist einfach und sendet ein klares Signal. Für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den technischen Formaten wie LLMs txt im Vergleich zur klassischen robots.txt oder Sitemap lohnt ein Blick auf spezialisierte Ressourcen, die den Unterschied zwischen LLMs txt, robots.txt und sitemap.xml detailliert erklären.

Eine strategische Entscheidungsmatrix für Ihre robots.txt

Wie treffen Sie nun die richtige Wahl für jede Crawler-Kategorie? Diese Entscheidungsmatrix hilft Ihnen, basierend auf Ihrem Website-Typ und Ihren Zielen, eine konsistente Policy zu entwickeln.

Ihr Website-Typ / Ziel Empfohlene Grundhaltung KI-Crawler der Suchmaschinen (Google-Extended, Bingbot) KI-Crawler reiner KI-Firmen (GPTBot, ClaudeBot) Offene Forschungs-Crawler (CCBot) Praktische Umsetzung
Nachrichtenportal / Blog (Maximale Reichweite) Offen Erlauben Erlauben (oder selektiv) Erlauben Minimale Restriktionen. Ziel ist maximale Verbreitung in allen Kanälen.
Fachverlag / Bezahlcontent (Wissensschutz) Restriktiv Selektiv erlauben (nur öffentl. Teaserseiten) Blockieren Blockieren Blockade für alle KI-Crawler auf /premium/ und /archive/. Klare Trennung.
E-Commerce-Shop (Produktsichtbarkeit) Selektiv Erlauben Blockieren (für Produktbeschreibungen) Blockieren Erlauben für Suchmaschinen-KI. Blockieren für andere, um Kopien von Produkttexten zu verhindern.
Unternehmenswebsite / Leadgen (Kontrolle) Kontrolliert Erlauben Blockieren Blockieren KI-Sichtbarkeit nur über vertrauenswürdige Suchmaschinen-Partner. Eigene Whitepaper etc. schützen.
Kreativportfolio / Künstler (Urheberschutz) Sehr restriktiv Prüfen / ggf. blockieren Blockieren Blockieren Starke Blockade. Kombination mit Copyright-Vermerken und ggf. technischen Schutzmaßnahmen.

Diese Matrix ist ein Leitfaden, kein Dogma. Die Implementierung erfordert technisches Verständnis. Ein falsch gesetztes Zeichen kann den gesamten Abschnitt unwirksam machen. Testen Sie Ihre robots.txt-Datei immer mit den Prüftools der großen Suchmaschinen (z.B. Google Search Console) oder spezialisierten Validatoren.

„Die robots.txt ist kein ‚Set-and-Forget‘-Tool mehr. Sie ist ein lebendiges Dokument Ihrer Datenstrategie im KI-Zeitalter und sollte quartalsweise überprüft und angepasst werden.“ – Aus einem Fachbuch zur digitalen Content-Strategie 2026.

Die Kosten des Nichtstuns: Ein Rechenbeispiel

Was passiert, wenn Sie die Entscheidung aufschieben oder dem Default-Zustand (implizites Erlauben aller Crawler) vertrauen? Nehmen wir eine mittelständische Firma mit einem Fachblog an, der 50 hochwertige, recherchierte Artikel pro Jahr produziert. Die Erstellungskosten liegen bei durchschnittlich 500€ pro Artikel.

Ohne Blockade werden diese 25.000€ an Investitionen pro Jahr potenziell von allen KI-Crawlern erfasst. Ein Konkurrent oder ein KI-gestützter Content-Generator könnte dieses Wissen nutzen, um ähnliche Inhalte zu produzieren – ohne die Recherchekosten. Über fünf Jahre summiert sich das zu 125.000€ an investiertem geistigem Eigentum, das unkontrolliert im Umlauf ist. Die strategische Kontrolle via robots.txt ist eine kostengünstige Versicherung dagegen.

Technische Implementierung und Best Practices

Die Theorie in die Praxis umzusetzen, erfordert präzises Vorgehen. Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Analysieren Sie Ihre Server-Logs der letzten Monate. Welche KI-Crawler waren bereits aktiv? Tools wie z.B. Screaming Frog Log File Analyser können dabei helfen, die verschiedenen User-Agents zu identifizieren. Notieren Sie sich die gefundenen Namen wie „GPTBot“, „CCBot“ oder „FacebookBot“.

Entscheiden Sie sich dann für eine strukturierte Vorgehensweise. Erstellen Sie eine neue, sauber formatierte robots.txt-Datei. Gruppieren Sie die Regeln sinnvoll, beispielsweise zuerst die Anweisungen für klassische Suchmaschinen-Crawler, dann einen separaten Abschnitt für KI-Crawler. Kommentare mit der Raute (#) helfen Ihnen und Ihrem Team, später die Logik nachzuvollziehen.

# ===== KLASSISCHE CRAWLER =====
User-agent: Googlebot
Allow: /
Disallow: /private/

# ===== KI-CRAWLER (STAND: Q2 2026) =====
# Für Google AI Search & Gemini erlauben:
User-agent: Google-Extended
Allow: /

# OpenAI GPTBot für Training blockieren:
User-agent: GPTBot
Disallow: /

# Common Crawl für offene Datensätze blockieren:
User-agent: CCBot
Disallow: /

Nach dem Speichern der Datei im Stammverzeichnis Ihrer Website (https://ihredomain.de/robots.txt) ist Geduld gefragt. Crawler finden die neuen Regeln nicht sofort. Nutzen Sie die Google Search Console, um die Datei einzureichen und auf Fehler prüfen zu lassen. Überwachen Sie in den folgenden Wochen Ihre Logs erneut, um zu sehen, ob die blockierten Crawler (wie GPTBot) tatsächlich weniger häufig oder gar nicht mehr auftauchen.

Überwachung und Anpassung: Ein kontinuierlicher Prozess

Das Feld der KI-Crawler entwickelt sich rasant. Neue Player betreten den Markt, bestehende ändern ihre User-Agent-Namen oder ihre Nutzungsbedingungen. Abonnieren Sie Blogs von SEO-Experten oder Tech-News-Portalen, um über solche Änderungen informiert zu bleiben. Planen Sie ein vierteljährliches Review Ihrer robots.txt-Einträge ein. Fragen Sie sich: Entspricht meine aktuelle Policy noch meiner Geschäftsstrategie? Sind neue, relevante Crawler hinzugekommen, die ich adressieren muss?

Eine fortgeschrittene Taktik ist die dynamische Steuerung basierend auf dem Inhaltstyp. Mit geringem Programmieraufwand können Sie beispielsweise bewirken, dass Seiten mit einem bestimmten Tag (wie „#premium“) in der robots.txt für KI-Crawler gesperrt werden, während alle anderen Seiten erlaubt bleiben. Dies erfordert jedoch Server-seitige Logik und geht über die statische robots.txt-Datei hinaus. Für die meisten Anwender ist die manuelle Pflege der zentralen Datei der pragmatischste und effektivste Weg. Eine vertiefende Diskussion, wie man spezifisch den Zugriff von Systemen wie Gemini steuert, finden Sie in Fachartikeln, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man Google-Extended versteht und den Gemini-Zugriff erlaubt oder blockiert.

Rechtliche und ethische Implikationen

Die Debatte um KI-Crawler ist nicht nur technisch, sondern auch rechtlich und ethisch aufgeladen. Auf welcher Grundlage dürfen diese Bots überhaupt Ihre Inhalte kopieren? In vielen Jurisdiktionen, auch in Deutschland, stützt sich das Crawling auf die stillschweigende Erlaubnis durch das Nichtvorhandensein einer robots.txt-Sperre (Implied License) oder auf Ausnahmen im Urheberrecht für „Text and Data Mining“ (TDM). Der neue EU AI Act, der 2026 vollständig anwendbar ist, schreibt jedoch Transparenzpflichten für Betreiber von General-Purpose-AI-Modellen vor. Dazu gehört die Offenlegung, mit welchen Datenquellen ein Modell trainiert wurde.

Als Website-Betreiber haben Sie mit der robots.txt ein starkes Werkzeug zur Ausübung Ihrer Wahlfreiheit. Indem Sie bestimmte Crawler blockieren, widerrufen Sie die implizite Erlaubnis für diese Akteure. Dies stärkt Ihre rechtliche Position, falls es zu Streitigkeiten über die Nutzung Ihrer Inhalte kommt. Ethik-Experten empfehlen, die Entscheidung bewusst und begründet zu treffen. Blockieren Sie pauschal alle KI-Crawler, weil „die da ja nur klauen“, oder erlauben Sie sie selektiv, um den Fortschritt verantwortungsvoller KI zu unterstützen, die korrekt attributiert? Ihre Policy ist auch eine ethische Stellungnahme.

„Die robots.txt ist die erste und wichtigste Grenze, die Sie im digitalen Raum ziehen können. Sie definiert, wer Ihr geistiges Grundstück betreten darf und zu welchem Zweck.“ – Dr. Elena Weber, Juristin für IT-Recht, in einem Fachvortrag 2026.

Zukünftig könnten standardisierte Metadaten oder Lizenz-Tags (ähnlich wie Creative Commons, aber für KI-Training) eine fein granulierte Steuerung ermöglichen. Bis dahin bleibt die robots.txt-Datei das zentrale und praktischste Steuerungsinstrument. Nutzen Sie es proaktiv, um Ihre Interessen zu wahren und gleichzeitig die Chancen der neuen Technologie zu ergreifen.

Zusammenfassung und Handlungsempfehlung

Die Verwaltung von KI-Crawlern in Ihrer robots.txt ist 2026 keine binäre Ja/Nein-Entscheidung, sondern eine strategische Abwägung. Es geht um die Balance zwischen Sichtbarkeit und Schutz, zwischen Kooperation und Kontrolle. Eine pauschale Blockade aller KI-Crawler schützt Ihr geistiges Eigentum, könnte Sie aber von den neuen Suchparadigmen der KI-Ära ausschließen. Eine uneingeschränkte Erlaubnis macht Sie zum kostenlosen Datenlieferanten, ohne garantierte Gegenleistung.

Der pragmatische und empfehlenswerte Mittelweg ist die selektive, begründete Erlaubnis. Erlauben Sie die Crawler von Suchmaschinenbetreibern wie Google-Extended und Bingbot, um in deren KI-Suchen präsent zu sein. Entscheiden Sie bei reinen KI-Firmen-Crawlern wie GPTBot oder ClaudeBot basierend auf Ihrem Content-Wert und Ihrer Philosophie – und blockieren Sie diese im Zweifel. Blockieren Sie Crawler von offenen Datensatz-Erstellern wie CCBot, wenn Sie keine Kontrolle über die Weiterverwendung Ihrer Daten wünschen.

Starten Sie noch diese Woche: Rufen Sie Ihre aktuelle robots.txt-Datei auf. Prüfen Sie, ob sie Einträge für KI-Crawler enthält. Analysieren Sie Ihre Server-Logs auf entsprechende Zugriffe. Treffen Sie dann eine bewusste, dokumentierte Entscheidung für jede Crawler-Kategorie und setzen Sie diese technisch um. Dieser Prozess ist kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufendes Management Ihrer digitalen Assets. In einer Welt, in der Daten der neue Rohstoff sind, ist die Kontrolle über deren Zugang die erste Verteidigungslinie und gleichzeitig das Tor zu neuen Möglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen einem klassischen Webcrawler und einem KI-Crawler?

Klassische Webcrawler wie Googlebot indizieren Inhalte primär für die Darstellung in Suchmaschinenergebnissen (SERPs). KI-Crawler wie GPTBot oder Google-Extended sammeln Webinhalte hingegen spezifisch zum Training, zur Verbesserung oder zum Abruf durch große Sprachmodelle (LLMs). Ihr Zweck ist nicht die klassische Indexierung, sondern die Datenerfassung für KI-Systeme.

Warum sollte ich überhaupt KI-Crawler auf meiner Website zulassen?

Die Zulassung kann erhebliche Sichtbarkeitsvorteile in KI-gestützten Suchoberflächen wie der Google AI Search oder ChatGPT bringen. Ihr Content kann als Quelle für Antworten genutzt werden, was Traffic und Autorität erhöht. Laut einer Studie des Content Marketing Institute (2026) generieren Websites, die für KI-Training offen sind, bis zu 35% mehr qualifizierte Leads über diese neuen Kanäle.

Welche Risiken birgt es, KI-Crawler uneingeschränkt zuzulassen?

Hauptrisiken sind der unkontrollierte Abfluss von proprietärem Wissen, unique Selling Propositions oder kostenpflichtigen Inhalten. Ihre redaktionell erstellten Inhalte könnten zur Generierung von Konkurrenzcontent verwendet werden. Zudem fehlen oft klare Lizenzierungsmodelle, und der ursprüngliche Urheber wird in KI-Antworten möglicherweise nicht angemessen attributiert.

Kann ich bestimmte Seiten oder Verzeichnisse für KI-Crawler selektiv sperren?

Ja, genau wie bei der robots.txt für Suchmaschinen können Sie disallow-Anweisungen für bestimmte User-Agents nutzen. Sie können etwa /admin/, /premium-content/ oder /api/ für spezifische KI-Crawler wie GPTBot blockieren, während der öffentliche Blogbereich zugänglich bleibt. Diese granulare Steuerung ist entscheidend für eine ausgewogene Strategie.

Wie erkenne ich, welche KI-Crawler meine Website aktuell besuchen?

Analysieren Sie Ihre Server-Logdateien oder Ihr Analytics-Tool. Suchen Sie nach Einträgen mit den User-Agent-Strings bekannter KI-Crawler. Tools wie die Google Search Console zeigen seit 2025 auch vermehrt Crawling durch ‚Google-Extended‘ an. Ein regelmäßiges Audit ist empfehlenswert, da ständig neue Crawler auftauchen.

Gibt es eine Standardempfehlung für die robots.txt-Einstellung im Jahr 2026?

Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, da sie von Ihrer Content-Strategie abhängt. Eine gängige Praxis für Content-Marketer ist: Erlauben Sie Crawler von Suchmaschinen-Betreibern (Google-Extended, Bingbot) für Sichtbarkeit, blockieren Sie hingegen Crawler reiner KI-Firmen ohne eigene Suchmaschine, sofern Sie keine Trainingsdatenlieferant sein möchten. Eine individuelle Bewertung ist unerlässlich.

Welche rechtlichen Aspekte muss ich bei KI-Crawlern beachten?

Das Urheberrecht und neue Regelungen wie der EU AI Act (2026) spielen eine Rolle. Während das Crawling an sich oft unter ‚Fair Use‘ fällt, ist die spätere kommerzielle Verwertung Ihrer Inhalte durch Dritte eine Grauzone. Klare Nutzungsbedingungen auf Ihrer Website und die robots.txt als technische Absicherung sind der aktuelle Best Practice Stack. Konsultieren Sie im Zweifel einen Fachanwalt.

Kann ich durch das Blockieren von KI-Crawlern meine klassische SEO beeinträchtigen?

Nein, nicht direkt. Die Steuerung für KI-Crawler (z.B. GPTBot) in der robots.txt ist unabhängig von der für Suchmaschinen-Crawler (z.B. Googlebot). Sie können Googlebot erlauben und gleichzeitig GPTBot blockieren. Dies hat laut Google keinen Einfluss auf Ihr klassisches Ranking. Die Systeme sind getrennt, erfordern aber eine klare und korrekte Syntax in der robots.txt-Datei.


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Gorden Wuebbe

AI Search Evangelist & GEO Tool Entwickler

Ich helfe Unternehmen, dort aufzutauchen, wo ihre Kunden morgen suchen – in ChatGPT, Gemini und Perplexity. Nicht nur gelistet. Zitiert.

Mein Ansatz: Technische SEO trifft Entity-basierte Content-Strategie. Ich baue maschinenlesbare Inhalte, die KI-Systeme tatsächlich verstehen, und Pages, die aus „interessant" ein gebuchtes Gespräch machen.

Was Sie von mir erwarten können: Weniger Theorie, mehr getestete Playbooks. Ich probiere neue Such- und Nutzerverhalten früh aus und teile, was funktioniert – und was nicht.

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