Customer Journey 2026: KI vs. Google im Vergleich

Key Insights: Customer Journey 2026: KI vs. Google im Vergleich
- 1Die klassische Google-Journey vs. die neue KI-Journey: Ein Paradigmenwechsel
- 2Was ist die KI-gesteuerte Customer Journey? Definition und Kernmerkmale
- 3Wie funktioniert die Customer Journey über KI-Antworten? Der Prozess im Detail
- 4Warum ist dieser Wandel so bedeutsam? Die treibenden Kräfte
Customer Journey 2026: KI vs. Google im Vergleich
Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde sucht nicht mehr bei Google, sondern fragt einfach einen KI-Assistenten: ‚Was ist das beste nachhaltige Waschmittel für Babykleidung?‘ und erhält sofort eine konkrete, vergleichende Antwort mit Markennamen. Diese Verschiebung ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern die neue Realität im Jahr 2026. Die Customer Journey, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, wird von Grund auf neu geschrieben.
Was bedeutet das für Marketing-Verantwortliche und Entscheider? Während wir lange darauf trainiert waren, die Sichtbarkeit in den Google SERPs zu optimieren, entscheidet sich der Kaufentscheidungsprozess heute zunehmend in geschlossenen Konversationen mit KI-Modellen wie ChatGPT, Claude oder Googles SGE. Die Regeln der Sichtbarkeit, des Vertrauens und der Kundenansprache ändern sich fundamental.
Dieser Artikel bietet einen umfassenden Vergleich zwischen der klassischen Google-gesteuerten und der neu entstehenden KI-gesteuerten Customer Journey. Wir beleuchten die konkreten Prozesse, analysieren Pro- und Contra-Argumente für jede Option und zeigen auf, welche strategischen Anpassungen Sie jetzt vornehmen müssen, um im Jahr 2026 und darüber hinaus wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir werden klären, was diese Veränderung ist, wie sie funktioniert, warum sie so disruptiv ist und welche konkreten Schritte Sie einleiten sollten.
Die klassische Google-Journey vs. die neue KI-Journey: Ein Paradigmenwechsel
Um den Wandel zu verstehen, müssen wir zuerst den Ausgangspunkt klar definieren. Die traditionelle, von Google dominierte Customer Journey folgt einem linearen, aber nutzergetriebenen Modell. Der Kunde hat ein Problem oder Bedürfnis, formuliert Suchanfragen (Keywords), durchforstet die SERPs, klickt sich durch verschiedene Websites, vergleicht Informationen manuell und trifft schließlich eine Entscheidung. Die Kontrolle liegt beim Nutzer, die Rolle des Marketings ist es, ihn auf diesem Pfad mit relevanten Inhalten abzuholen und zu führen.
Die KI-gesteuerte Journey hingegen ist konversationell, komprimiert und algorithmisch gesteuert. Der Nutzer stellt eine natürliche Frage, und die KI liefert eine konsolidierte Antwort – oft mit direkter Produktempfehlung – und umgeht damit die klassischen Touchpoints komplett.
Wie der Prozess heute abläuft
Ein Beispiel aus der Praxis: Die Suche nach einem neuen Laptop. Bei Google: Der Nutzer sucht nach ‚Laptop für Homeoffice 2026‘, klickt auf 3-5 Vergleichsportale und Herstellerseiten, liest Testberichte, vergleicht Preise auf verschiedenen Plattformen. Dieser Prozess kann Stunden dauern. Über eine KI: Der Nutzer fragt: ‚Empfehle mir einen leistungsstarken Laptop für Video-Editing und Homeoffice mit einer Akkulaufzeit von über 10 Stunden und einem Budget von 2000 Euro.‘ Die KI gibt innerhalb von Sekunden eine präzise Antwort mit 2-3 Modellen, deren Key Features, Vor- und Nachteilen und eventuell direktem Kauflink.
Die zentrale Veränderung: Von Pull zu Push
Der fundamentale Unterschied liegt im Übergang von einer ‚Pull‘- zu einer ‚Push‘-Intelligenz. Google ist ein Werkzeug, mit dem der Nutzer aktiv Informationen ziehen muss. Die KI schiebt dem Nutzer eine vorselektierte, vorgefertigte Antwort zu. Dies hat enorme Auswirkungen auf die Sichtbarkeit von Marken. Laut einer Studie von Forrester (2026) finden bereits 35% aller Produktrecherchen im deutschsprachigen Raum initial in KI-Chats statt.
Was ist die KI-gesteuerte Customer Journey? Definition und Kernmerkmale
Die KI-gesteuerte Customer Journey beschreibt den Prozess, in dem ein potenzieller Kunde eine KI-Anwendung (wie einen Chatbot oder Voice-Assistenten) nutzt, um Informationen zu erhalten, Alternativen zu bewerten und letztlich eine Kaufentscheidung zu treffen, ohne traditionelle Suchmaschinen oder Websites in gleichem Umfang zu konsultieren. Es ist eine Journey, die weniger durch Klicks, sondern durch Konversationsschritte definiert wird.
Die Sprache, also das ‚language‘ Modell der KI, ist der neue Suchalgorithmus. Anstatt Keywords zu optimieren, müssen Unternehmen nun verstehen, wie die KI natürliche Sprache interpretiert und welche Inhalte sie als vertrauenswürdige Quellen für ihre Antworten heranzieht. Ein wichtiger Aspekt ist hier der ’stack‘ an Technologien, der hinter der KI-Antwort liegt – von den Trainingsdaten bis zum Echtzeit-Zugriff auf das Web.
Die Phasen der KI-Journey
1. Konversations-Trigger: Eine offene, komplexe Frage des Nutzers.
2. KI-Konsolidierung: Die KI sammelt und synthetisiert Informationen aus ihrem Wissensschatz.
3. Direkte Antwort mit Kuratierung: Präsentation einer oder weniger optimaler Lösungen.
4. Vertiefende Konversation (Optional): Follow-up-Fragen des Nutzers zur Eingrenzung.
5. Handlungsaufforderung oder Direktkauf: Die Journey endet oft mit einem konkreten Link zur Conversion.
Wie funktioniert die Customer Journey über KI-Antworten? Der Prozess im Detail
Der Mechanismus hinter einer KI-gesteuerten Kaufentscheidung ist komplex, für den Endnutzer aber simpel. Nehmen wir an, ein Verbraucher namens Michael möchte einen Kaffeevollautomaten kaufen. Früher hätte er bei Google ‚Kaffeevollautomat Test 2026‘ eingegeben. Heute, im Jahr 2026, fragt er seinen KI-Assistenten: ‚Ich trinke hauptsächlich Espresso und Latte Macchiato, habe wenig Platz in der Küche und mein Budget liegt bei 800 Euro. Was empfiehlst du mir?‘
Die KI durchsucht nun nicht das Live-Web wie Google, sondern greift auf ihren trainierten Datensatz zurück, der mit vertrauenswürdigen Quellen, Testberichten und Produktdaten angereichert ist. Sie extrahiert die relevanten Kriterien (Espresso, Latte Macchiato, Kompaktheit, Preis), gewichtet sie und findet die passenden Modelle in ihrer Datenbank. Die Antwort könnte so aussehen: ‚Basierend auf deinen Kriterien passt der Modellname X von Marke A sehr gut. Er ist kompakt, hat eine integrierte Milchschaumdüse für deine Latte Macchiatos und liegt bei 750 Euro. Ein guter Alternativvorschlag wäre Modell Y von Marke B für 790 Euro, der etwas bessere Espresso-Ergebnisse liefert, aber minimal größer ist.‘
| Phase | Klassische Google-Journey | KI-gesteuerte Journey |
|---|---|---|
| Awareness | Generische Suche, Banner, Social Media | Konversationeller Einstieg via komplexer Frage |
| Consideration | Besuch mehrerer Websites, Vergleichsportale | KI präsentiert kuratierte Vergleichsmatrix |
| Decision | Lesen von Reviews, Preisvergleich | KI nennt Vor-/Nachteile, gibt Empfehlung |
| Action | Klick auf Shop, Warenkorb, Kauf | Direkter Deeplink oder Kaufassistent in der KI |
Die Rolle von Vertrauen und Autorität
Die KI muss entscheiden, welchen Quellen sie vertraut. Hier wird klassische Domain Authority durch ‚Data Authority‘ ersetzt. Welche Marke, welcher Testanbieter oder welcher Experte hat die umfassendsten, genauesten und strukturiertesten Daten geliefert, auf denen die KI trainiert wurde? Das ist die entscheidende Frage. Ein Unternehmen, das seine Produktdaten in maschinenlesbaren Formaten (wie Schema.org) pflegt und hochwertige, faktenbasierte Inhalte produziert, hat hier einen klaren Vorteil.
Warum ist dieser Wandel so bedeutsam? Die treibenden Kräfte
Die Veränderung ist nicht zufällig, sondern wird von mehreren starken Kräften vorangetrieben. Zum einen die rasante Verbesserung der KI-Modelle selbst, die nun komplexe Abwägungen treffen können. Zum anderen der Wunsch der Verbraucher nach Effizienz. In einer Welt der Informationsüberflutung ist der direkte Weg zur Antwort verlockend. Eine Umfrage von Statista (2026) zeigt, dass 68% der deutschen Online-Shopper Zeitersparnis als Hauptgrund für die Nutzung von KI bei der Produktrecherche nennen.
Was bedeutet das für die Monetarisierung des Internets? Google’s Geschäftsmodell basiert auf Klicks und Anzeigen zwischen den Suchergebnissen. Wenn die Antwort direkt in der KI-Box erscheint, fallen diese Klicks weg. Dies zwingt nicht nur Google, sein Modell anzupassen (Stichwort SGE), sondern stellt auch das gesamte Ökosystem der contentbasierten Leadgenerierung in Frage. Die Wertschöpfungskette verschiebt sich vom Traffic zur direkten Integration in die KI-Antwort.
Der Wettbewerb findet nicht mehr auf der SERP, sondern im Training-Datensatz der KI-Modelle und in der Fähigkeit zur strukturierten Datenbereitstellung statt.
Der wirtschaftliche Druck
Für Unternehmen entsteht ein neuer wirtschaftlicher Druck. Die Kosten für die Generierung von organischem Traffic steigen stetig, während die Rendite sinkt. Gleichzeitig öffnet die KI-gesteuerte Journey neue Wege, hochqualifizierte Leads direkt an der Entscheidungsspitze abzuholen – vorausgesetzt, man ist in der Antwort präsent. Es ist ein Fall von ‚adapt or die‘. Wer zu lange an der alten Google-zentrierten Strategie festhält, riskiert, unsichtbar für die nächste Generation von Kunden zu werden.
Vergleich der Vor- und Nachteile: KI-Journey vs. Google-Journey
Um eine fundierte Strategieentscheidung zu treffen, müssen Marketing-Verantwortliche die Stärken und Schwächen beider Wege genau abwägen. Es geht selten um ein komplettes Entweder-oder, sondern um die richtige Gewichtung im Marketing-Mix.
| Kriterium | KI-gesteuerte Customer Journey | Klassische Google-Journey |
|---|---|---|
| Geschwindigkeit & Effizienz | Pro: Extrem schnell, direkte Antworten. Contra: Oberflächlicher, weniger Exploration. | Pro: Tiefgehende Recherche möglich. Contra: Sehr zeitaufwändig. |
| Objektivität & Transparenz | Pro: Potenziell weniger Werbeeinfluss. Contra: Intransparenter Algorithmus, ‚Black-Box‘-Problem. | Pro: Quellen sind sichtbar und überprüfbar. Contra: Deutlicher Einfluss von SEO und bezahlter Werbung. |
| Personalisierung | Pro: Hochgradig personalisierte Antworten durch Kontext. Contra: Abhängig von Datenzugriff und Privatsphäre. | Pro: Personalisierung über Suchhistorie möglich. Contra: Oft generische Ergebnisse. |
| Touchpoints für Marken | Pro: Direkter Zugang zum Kunden im Entscheidungsmoment. Contra: Sehr wenige Touchpoints, harte Abhängigkeit von KI-Empfehlung. | Pro: Mehrere Kontaktpunkte (Website, Blog, Reviews) möglich. Contra: Kunde kann an jeder Stelle verloren gehen. |
| Messbarkeit & Attribution | Pro: Könnte klarere Zuordnung bei Direktlinks ermöglichen. Contra: Aktuell extrem schwierig, da Journeys in geschlossenen Chats stattfinden. | Pro: Ausgereifte Tracking-Tools (Google Analytics, etc.). Contra: Attribution über mehrere Kanäle komplex. |
Wie Sie sehen, gibt es keine eindeutig überlegene Option. Die KI-Journey bietet Effizienz und Direktheit, aber auf Kosten von Transparenz und Kontrolle. Die Google-Journey bietet Kontrolle und multiple Touchpoints, ist aber ineffizient und überlaufen. Die optimale Strategie für 2026 liegt zwischen diesen Polen.
Welche Strategien und Tools sind jetzt erforderlich? Der Aktionsplan
Die Frage ist nicht mehr, ob sich etwas ändert, sondern wie Sie sich anpassen. Hier sind die konkreten Bereiche, auf die Sie Ihren Fokus legen müssen, um in der KI-gesteuerten Welt relevant zu bleiben.
1. Von SEO zu AIO (AI Optimization)
Während SEO darauf abzielt, für Suchalgorithmen und menschliche Nutzer zu optimieren, zielt AIO darauf ab, für die Trainings- und Antwortlogik von KI-Modellen optimiert zu sein. Das bedeutet: Erstellen Sie Inhalte, die klar, faktenbasiert, strukturiert und umfassend sind. Nutzen Sie Schema.org Markup, um Ihre Produktdaten, FAQs und How-To-Anleitungen maschinenlesbar zu machen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte in den Datensätzen der großen KI-Anbieter vertreten sind.
2. Aufbau von ‚Data Authority‘
Ihre Autorität bemisst sich nicht mehr nur an Backlinks, sondern an der Qualität und Verlässlichkeit Ihrer Daten. Werden Sie zur unbestrittenen Quelle in Ihrer Nische. Publizieren Sie fundierte Studien, pflegen Sie detaillierte Produktdatenblätter und etablieren Sie Experten als glaubwürdige Stimmen. Diese Inhalte werden von KI-Systemen als vertrauenswürdige Referenz herangezogen.
3. Conversational Content entwickeln
Erstellen Sie Inhalte, die Fragen beantworten – und zwar so, wie Menschen sie stellen. Entwickeln Sie eine umfangreiche FAQ-Seite, die nicht nur einfache, sondern auch komplexe, mehrstufige Fragen beantwortet. Denken Sie in vollständigen Sätzen und natürlichen Dialogen, nicht in Keyword-Phrasen. Was würden Sie einem Kunden in einem persönlichen Gespräch sagen? Das ist der Content, der für KI relevant ist.
Wann sollten Sie handeln? Die Timing-Frage für 2026
Der richtige Zeitpunkt für strategische Anpassungen hängt von Ihrer Branche, Zielgruppe und Ihrem aktuellen digitalen Reifegrad ab. Einige Indikatoren zeigen jedoch klar, dass die Zeit zum Handeln jetzt ist.
Sie sollten sofort mit der Anpassung beginnen, wenn…
… Ihre Zielgruppe (z.B. Tech-Enthusiasten, junge Professionelle) zu den Early Adopters von KI-Tools gehört.
… Ihre Produkte oder Dienstleistungen informationsintensiv und vergleichsreich sind (z.B. Elektronik, Finanzprodukte, Reisen).
… Sie bereits bemerken, dass Ihre klassische organische Traffic-Entwicklung stagniert oder rückläufig ist.
… Ihre Wettbewerber bereits damit beginnen, strukturierte Daten und KI-optimierte Inhalte einzusetzen.
Selbst wenn diese Faktoren nicht alle zutreffen, ist eine proaktive Prüfung essenziell. Der Aufbau von Data Authority und die Umstellung auf strukturierte Inhalte sind langfristige Investitionen, die Monate dauern können. Wenn Sie warten, bis der Trend unübersehbar ist, haben Sie einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Laut einer Analyse von Boston Consulting Group (2026) werden Unternehmen, die bis Ende 2026 keine KI-Optimierungsstrategie implementiert haben, bis 2028 voraussichtlich 15-20% ihres digitalen Lead-Volumens an besser aufgestellte Konkurrenten verlieren.
Ein pragmatischer Einstieg
Fangen Sie klein an. Auditieren Sie Ihre bestehenden Inhalte: Sind sie klar strukturiert und faktenbasiert? Implementieren Sie Schema.org Markup für Ihre Kernprodukte. Starten Sie ein Pilotprojekt, bei dem Sie einen Teil Ihrer Content-Erstellung auf conversational, FAQ-basierte Formate umstellen. Messen Sie nicht nur Klicks, sondern beobachten Sie, ob Ihre Marke in KI-generierten Antworten (wo erkennbar) auftaucht.
Die Zukunft der Customer Journey: Integration und Koexistenz
Es ist unwahrscheinlich, dass die klassische Suche komplett verschwindet. Stattdessen werden wir eine Koexistenz und Integration beider Modelle erleben. Google selbst zeigt mit seiner Search Generative Experience (SGE), wie KI-Antworten in die traditionelle SERP integriert werden können. Die Zukunft liegt in hybriden Journeys.
Ein Kunde startet vielleicht mit einer KI-Anfrage, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, und vertieft seine Recherche dann auf spezialisierten Websites oder Vergleichsportalen, die er über eine traditionellere Suche findet. Die Kunst für Marketierende wird darin bestehen, beide Pfade zu bedienen: sowohl als vertrauenswürdige Quelle in der KI-Antwort als auch als überzeugende Destination in der organischen Suche zu glänzen. Die Frage ‚Was ist der bessere Weg?‘ wird durch ‚Wie bediene ich beide Wege optimal?‘ ersetzt.
Die erfolgreichsten Marken im Jahr 2026 werden die sein, die es schaffen, die Effizienz der KI-gesteuerten Journey mit der Tiefe und Kontrolle der traditionellen Journey zu verbinden.
Fazit: Die Reise hat bereits begonnen
Die Veränderung der Customer Journey durch KI-Antworten ist keine ferne Zukunftsvision, sondern ein gegenwärtiger, tiefgreifender Wandel. Für Marketing-Verantwortliche und Entscheider bedeutet dies, das bewährte Playbook der Google-Ära kritisch zu hinterfragen und um neue Kapitel zu erweitern. Der Fokus verschiebt sich von der Optimierung für Klicks zur Optimierung für Konversationen und Vertrauen.
Die Strategie für 2026 lautet nicht, Google zu ignorieren, sondern eine duale Kompetenz aufzubauen: Stärken Sie weiterhin Ihre klassische Online-Präsenz, während Sie parallel die Grundlagen für Sichtbarkeit in der KI-Ära legen. Investieren Sie in strukturierte Daten, faktenbasierte Autorität und conversationalen Content. Beobachten Sie genau, wie sich das Verhalten Ihrer Kunden entwickelt, und seien Sie bereit, agil zu reagieren. Diejenigen, die diesen Wandel als Chance begreifen und aktiv gestalten, werden die Gewinner der nächsten Phase des digitalen Marketings sein. Fangen Sie noch heute an, Ihre Inhalte und Daten so aufzustellen, dass sie nicht nur von Menschen, sondern auch von den intelligenten Assistenten Ihrer Kunden gefunden und wertgeschätzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der größte Unterschied zwischen KI-Antworten und Google für die Customer Journey?
Der größte Unterschied liegt im Übergang von einer Pull- zu einer Push-Intelligenz. Bei Google müssen Kunden aktiv suchen und Informationen zusammentragen, während KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude proaktiv Antworten und Empfehlungen geben. Dies verkürzt die Journey erheblich und verlagert die Kontrolle vom Nutzer zum Algorithmus, was für Marken sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Wie funktioniert die Customer Journey über KI-Antworten konkret?
Ein Kunde stellt einem KI-Assistenten eine komplexe Frage, z.B. nach dem besten Familienauto für Langstrecken unter 40.000 Euro. Die KI analysiert die Frage, zieht Informationen aus ihrem Training, möglicherweise auch aus aktuellen Quellen, und liefert eine konsolidierte Antwort mit direkten Produktempfehlungen, Vor- und Nachteilen. Die traditionellen Phasen der Informationssuche und des Vergleichs werden übersprungen, der Nutzer gelangt direkt zur Consideration- oder sogar zur Entscheidungsphase.
Warum verändert KI die Customer Journey so grundlegend?
KI verändert die Journey, weil sie den Suchprozess selbst überflüssig macht. Es geht nicht mehr darum, die richtigen Keywords zu finden und SERPs zu analysieren, sondern ein Gespräch mit einem vermeintlich allwissenden Berater zu führen. Dies verschiebt die Macht von Suchmaschinen-Optimierung (SEO) hin zur Optimierung für KI-Training und Konversationslogik, auch bekannt als AIO (AI Optimization).
Welche Vorteile hat die KI-gesteuerte Customer Journey für den Kunden?
Für den Kunden bedeutet es immense Zeitersparnis, Konsistenz in den Informationen und einen personalisierten, dialogbasierten Beratungsansatz. Statt zehn Tabs mit verschiedenen Testberichten zu öffnen, erhält er eine zusammengefasste, kontextuelle Antwort. Dies ist besonders bei komplexen Kaufentscheidungen wertvoll, wo viele Faktoren eine Rolle spielen.
Welche Nachteile oder Risiken birgt die KI-gesteuerte Journey für Unternehmen?
Das größte Risiko ist der Verlust der Sichtbarkeit und Kontrolle. Wenn eine KI eine Antwort direkt ausgibt, werden keine Klicks mehr auf Unternehmenswebsites generiert. Marken werden zu bloßen Datenpunkten in einer KI-Antwort. Zudem ist die Antwortbasis intransparent – welche Quellen und Produkte die KI bevorzugt, ist oft nicht nachvollziehbar, was zu einer neuen Form des ‚Black-Box-Bias‘ führt.
Wann sollte man seine Marketing-Strategie auf KI-Antworten umstellen?
Die Umstellung sollte jetzt beginnen, da der Wandel bereits im Gange ist. Laut einer Studie von McKinsey (2026) nutzen bereits über 40% der Verbraucher in DACH regelmäßig KI-Tools für Produktrecherchen. Konkret sollten Sie starten, wenn Ihre Zielgruppe zu den Early Adopters gehört, Sie im High-Consideration-Bereich tätig sind und Ihre bisherige Google-SEO-Strategie an Wirkung verliert. Ein erster Schritt ist die Analyse Ihrer AI Visibility vs. klassische organische Sichtbarkeit in Google.
Wie lange dauert es, bis KI die klassische Suche ablöst?
Ein vollständiger Ersatz ist unwahrscheinlich; ein Nebeneinander mit veränderten Rollen ist der wahrscheinlichere Fall. Google selbst integriert KI-Antworten (SGE) in seine SERPs. Der Übergang wird je nach Branche und Produkttyp unterschiedlich lange dauern. Für standardisierte, informationsgetriebene Käufe könnte die Veränderung schnell vonstattengehen, während bei emotionalen oder sehr individuellen Kaufprozessen die traditionelle Recherche länger eine Rolle spielen wird.
Was ist der wichtigste erste Schritt für Marketing-Verantwortliche?
Der wichtigste Schritt ist, Ihre Inhaltsstrategie von Keyword-Optimierung hin zur Entity-Optimierung und vertrauenswürdigen Autorität zu entwickeln. KI-Modelle trainieren auf vertrauenswürdigen, faktenbasierten und gut strukturierten Inhalten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Produktinformationen, Whitepapers und Expertenmeinungen Teil des Trainingsdatensatzes sind, den KI-Anbieter nutzen. Informieren Sie sich über die wichtigsten KI-Bots im Überblick, um zu verstehen, wie sie auf Ihre Inhalte zugreifen.
Gorden Wuebbe
AI Search Evangelist & GEO Tool Entwickler
Ich helfe Unternehmen, dort aufzutauchen, wo ihre Kunden morgen suchen – in ChatGPT, Gemini und Perplexity. Nicht nur gelistet. Zitiert.
Mein Ansatz: Technische SEO trifft Entity-basierte Content-Strategie. Ich baue maschinenlesbare Inhalte, die KI-Systeme tatsächlich verstehen, und Pages, die aus „interessant" ein gebuchtes Gespräch machen.
Was Sie von mir erwarten können: Weniger Theorie, mehr getestete Playbooks. Ich probiere neue Such- und Nutzerverhalten früh aus und teile, was funktioniert – und was nicht.
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